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Steuerrecht » Sonderausgaben

Was sind Sonderausgaben?

Sonderausgaben sind private Ausgaben für Kosten der eigenen Lebensführung, die vom Staat steuerlich begünstigt werden. Im Einkommensteuergesetz finden Sie unter unter den §§ 10 ff. EStG eine abschließende Aufzählung der Sonderausgaben .

Der Zahlungsfluss (Kalenderjahr) ist für die Geltendmachung maßgeblich. Sonderausgaben kann nur der abziehen, für den die Verpflichtung zur Zahlung auch besteht und auch tatsächlich gezahlt wurde.

Unter die Sonderausgaben fallen folgende Aufwendungen:
  • Vorsorgeaufwendungen
  • Steuerberatungskosten
  • Gezahlte Kirchensteuer
  • Unterhaltsleistung an Ehegatten, geschiedenen Ehegatten
  • Spenden, Parteispenden, Mitgliedsbeiträge
  • Schulgeld für Kinder


Vorsorgeaufwendungen

Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen :
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Gesetzliche Arbeitslosenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Risikolebensversicherung
  • Unfallversicherung
Auslandkrankenversicherungen sowie Krankenhaustagegeldversicherungen fallen mit unter die Krankenversicherung.

Rentenversicherungen können, sofern die kein Kapitalwahlrecht enthalten, ohne bestimmte Voraussetzungen direkt als Sonderausgabe geltend gemacht werden.Dazu gehören auch Beiträge an Versorgungskassen oder Versorgungswerke.Handelt es sich um eine Rentenversicherung mit Wahlrecht, so müssen Beiträge laufend geleistet werden. Zudem darf das Wahlrecht über einen Zeitraum von zwölf Jahren nicht ausgeübt werden. Kapitalversicherungen erfüllen nur dann den Charakter einer Sonderausgabe, wenn sie eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Jahren haben und auch laufend Beträge eingezahlt werden.

Lebensversicherungen können nur als Sonderausgabe zum Abzug gebracht werden, wenn es sich um eine Risikoebensversicherungen handelt, die nur bei Ableben ausbezahlt wird.Ist mit dieser Versicherung auch die Berufs- und/ oder Erwerbsunfähigkeit abgesichert, handelt es sich um eine Rentenversicherung.Ist eine Lebensversicherung fondgebunden, so ist der Abzug als Sonderausgabe nicht gegeben.

Beim Abzug von Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgabe ist die Höchstbetragsrechnung zu beachten!

Handelt es sich bei den Versicherungsbeträgen um Beiträge an eine Sachversicherung o.ä., so können diese nicht als Sonderausgabe abgezogen werden.

Hier ein paar Beispiele für Sachversicherungen:
  • Kaskoversicherung
  • Rechtschutzversicherung
  • Hausratversicherung
  • Gebäudeversicherung
  • u.s.w.

Unterhaltsleistung als Sonderausgabe

Sofern man Unterhaltsleistungen an den getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten zahlt, kann man diese nur als Sonderausgabe geltend machen, wenn der Empfänger dieses Unterhalts diese Leistungen als Einkommen beim Finanzamt angibt.Dieses muss der Leistende beim Finanzamt beantragen, wobei auch eine schriftliche Erklärung des Empfängers nötig ist.
Liegt ein solcher Antrag vor, so ist er immer nur für ein Jahr gültig und kann in der Zeit auch nicht zurückgenommen werden.
Um die Zahlungen des Unterhalts als Sonderausgabe steuerlich geltend zu machen, muss der Unterhaltsempfänger in der Bundesrepublik Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sein. Lebt der Empfänger in einem anderen Land, so muss nachgewiesen werden, dass die Unterhaltsleistungen dort versteuert werden.
Der Unterhalt kann bis zur einem Höchstbetrag von 13.085 EUR als Sonderausgabe geltend gemacht werden.

Steuerberatungskosten

Die Kosten für einen Steuerberater unterliegen keinem Höchstbetrag. Sie können direkt als Sonderausgabe abgezogen werden. Sofern der Steuerpflichtige Einkünfte aus mehreren Einkunftsarten hat, steht es ihm frei zu entscheiden, ob er die Kosten in Webungskosten und Sonderausgaben aufteilt oder nur als Sonderausgabe zum Abzug bringt.



Kirchensteuer

Die Kirchensteuer unterliegt, wie auch die Steuerberatungskosten, keinem Höchstbetrag. Sie kann direkt als Sonderausgabe abgezogen werden. Hierbei spielt es keine Rolle, für welchen Zeitraum die Kirchensteuer entrichtet wurde. Maßgeblich für den Abzug ist der Zahlungsabfluss.

Spenden und Mitgleidsbeiträge

Handelt es sich um Zuwendungen in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen an eine zur Förderung kirchlicher, religiöser und als besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke, so dind diese bis zu einer Höhe von 5 Prozent als Sonderausgabe abzugsfähig. Hierfür ist der Gesamtbetrag der Einkünfte maßgeblich.
Der Abzug erhöht sich auf 10 Prozent vom Gesamtbetrag der Einkünfte, wenn die Sonderausgaben in Form von Zuwendungen zur Förderung wissenschaftlicher, mildtätiger und als besonders förderungswürdig annerkannte kulturelle Zwecke entrichtet wurden.
Hierbei spielt es keine Rolle, ob Geld- oder Sachspenden übergeben wurden.

Werden Mitgliedsbeiträge entrichtet, die der Freizeitgestaltung des Steuerpflichtigen dienen (z.B. Sportvereine etc.), so ist ein Abzug als Sonderausgabe nicht gegeben.

Für Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien besteht lt. Einkommensteuergesetz (§ 34g EStG) zunächst eine zwingende Steuerermäßigung. Bei geleisteten Beiträgen an politische Parteien wird bis zu einem Betrag von 1.850 EUR (zusammenveranlagte Ehegatten: 3.300 EUR) eine Tarifermäßigung in Höhe von 50 Prozent dieser Ausgaben gewährt. Dieser Betrag (max. 825 EUR/ 1.650 EUR) wird dann von der tariflich geschuldeten Einkommensteuer abgezogen.
Der übrige Betrag (nach Tarifermäßigung) kann dann als Sonderausgabe abgezogen werden.Hierbei gibt es wieder einen Höchstbetrag von 1.650 EUR/ 3.300 EUR. Sind die Aufwendungen höher, so wirkt sich der übrige Betrag nicht steuerrelevant aus.

Schulgeld

Besucht das Kind eine staatlich genehmigte, nach Landesrecht erlaubte Ersatschule oder nach Landesrecht anerkannte allgemein bildende Schule, so können die Kosten in Höhe von 30 Prozent als Sonderausgabe abgezogen werden.
Voraussetzungen hierfür sind, dass für das Kind Kindergeld gezahlt oder ein Kinderfreibetrag gewährt wird.
Für Kosten die die Betreuung, Unterkunft und Verpfleung betreffen, findet die Regelung über Sonderausgabe keine Anwendung.

Keine Sonderausgaben im Kalenderjahr

Liegen keine Sonderausgaben vor, so kann ein Sonderausgaben-Pauschbetrag in Höhe von 36 EUR (Ehegatten:72 EUR) zum Abzug gebracht werden (§ 10 c Abs. 1 und § 10 c Abs. 4 Nr. 1 EStG).
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